Volvo Bus Corporation, Sales-Lentz und zwei Luxemburger Ministerien unterzeichnen Absichtserklärung:
Pilotprojekt zur Einrichtung eines nachhaltigen öffentlichen Verkehrssystems in Luxemburg

Ismaning/Göteborg/Kortrijk, 21. Oktober 2013.

Volvo Busse, Sales-Lentz und das Großherzogtum Luxemburg haben eine Absichtserklärung für ein Pilotprojekt zur Einrichtung eines nachhaltigen öffentlichen Verkehrssystems in Luxemburg unterzeichnet. Damit wird Luxemburg zur Testarena eines groß angelegten Plug-in-Hybridbuseinsatzes bei Sales-Lentz, einer der größten Verkehrsgesellschaften in Luxemburg.

Håkan Agnevall (Präsident der Volvo Bus Corporation), Wolfgang Schroeder (Geschäftsführer von Sales-Lentz) und hochrangige Vertreter der Luxemburger Ministerien für Wirtschaft und Außenhandel sowie für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur haben die Absichtserklärung am 18. Oktober 2013 auf der internationalen Omnibusmesse Busworld im belgischen Kortrijk ratifiziert. Die Erklärung bringt den Willen für eine langfristige Partnerschaft zwischen dem Luxemburger Ministerium für Wirtschaft und Außenhandel, dem Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, Sales-Lentz und Volvo Busse zum Ausdruck. Nachhaltige Mobilität gilt als einer der vielversprechendsten Aspekte in der Luxemburger Strategie zur Diversifizierung und „grün“ geprägten Ökologisierung der Wirtschaft.

Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation, bezeichnet die Vereinbarung als Grundlage für eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sales-Lentz und dem Großherzogtum Luxemburg: „Wir freuen uns, dass wir von Luxemburg und Sales-Lentz als Partner für die künftige Gestaltung elektrifizierter Personentransport-Lösungen in Luxemburg ausgewählt worden sind. Die Partnerschaft bringt zum Ausdruck, dass wir die komplexen Anforderungen von Städten, Omnibusbetreibern und Fahrgästen gleichermaßen gut erfüllen können.“

Die Absichtserklärung umfasst ausgiebige Testverfahren mit dem Plug-in-Hybridsystem von Volvo Busse. Im Kern der Vereinbarung stehen bis zu 12 Plug-in-Hybridbusse, die Sales-Lentz von Volvo Busse kauft und betreibt. Die Busse werden auf den bestehenden Buslinien in der Stadt und im Großraum Luxemburg eingesetzt. Ab 2015 werden sie sukzessive voll in den regulären Linienbetrieb integriert: 2015 werden die ersten sechs Plug-in-Hybridbusse von Volvo Busse ausgeliefert, sechs weitere Fahrzeuge folgen 2016.

Die Absichtserklärung beinhaltet auch die Einrichtung der erforderlichen Infrastruktur zum Aufladen der Fahrzeuge. Außerdem sieht die Vereinbarung die Einrichtung eines Schulungs- und Kontrollzentrums in Luxemburg vor. Zu den Aufgaben des Zentrums zählen Fahrerschulungen ebenso wie speziell zugeschnittene Schulungsprogramme für das Wartungs- und Sicherheitspersonal sowie die Rettungskräfte. Das Zentrum wird als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung sowie als Plattform zur Entwicklung neuer Dienstleistungen für das Fahrzeug-, Flotten- und Verkehrsmanagement genutzt werden. Die Plattform wird jedoch bei Interesse auch anderen Beteiligten aus den übrigen relevanten Projektbereichen zur Verfügung stehen.

Gemeinsam mit den wichtigsten Projektbeteiligten werden Sales-Lentz und Volvo Busse während der Testphase eine umfassende Datenerfassung und -auswertung durchführen. Auf dieser Grundlage sollen neue Fahrzeug-, Flotten- und Verkehrsmanagement-Serviceleistungen entwickelt und in ein Intelligentes Verkehrssystemkonzept eingebunden werden.

Das Statement von Etienne Schneider, Minister für Wirtschaft und Außenhandel, lautet wie folgt:
„Luxemburg fördert Innovationen. Wir unterstützen unsere Unternehmen, wenn sie die Umweltbelastung und damit ihren „ökologischen Fußabdruck“ verkleinern und nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln. Nachhaltige Mobilität im Allgemeinen und Elektromobilität im Besonderen spielen eine wichtige Rolle für die Energiepolitik in Luxemburg und zählen zu den Hauptpfeilern unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Das Plug-in-Hybridbusprojekt passt hervorragend in die Strategie des Großherzogtums. Mit Volvo und Sales-Lentz als innovativen und fachkundigen Partnern sind wir vom Erfolg
des Projekts überzeugt und sichern beiden Projektpartnern unsere Unterstützung zu.“

Claude Wiseler, Minister für dauerhafte Entwicklung und Infrastrukturen, erklärt:
„Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselelement für unsere Mobilitätsstrategie im Land selbst, aber auch in den Grenzregionen. Der Öffentliche Personennahverkehr blickt auf eine lange Tradition bei der Förderung innovativer und nachhaltiger Fahrzeuge im Omnibus-Verkehrsnetz zurück. In Luxemburg werden zum Beispiel schon heute mehrere Hybridbusse landesweit eingesetzt, worauf wir sehr stolz sind. Wir freuen uns daher nun ganz besonders auf die Erweiterung unserer Busflotte durch die neuen Volvo Plug-in-Hybridbusse. Das Plug-in-Hybridprojekt bringt uns bei unserer Verkehrs- und Umweltpolitik einen großen Schritt nach vorn und leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen im ÖPNV.“

Wolfgang Schroeder, Geschäftsführer von Sales-Lentz, sieht in der Vereinbarung einen weiteren wichtigen Schritt bei der Umsetzung der CSR-Strategie seines Unternehmens:
„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass Volvo uns die Leitung dieses innovativen und wegweisenden Projekts übertragen hat. Das Hauptziel unserer CSR-Strategie ist unser Beitrag zur Reduzierung der globalen CO2-Umweltbelastung. Wir haben unsere Klimabilanz drei Jahre lang intensiv durch ständige Messungen überprüft. In dieser Zeit konnten wir unsere CO2-Emissionen um 6 % senken. Diese Reduzierung haben wir hauptsächlich unserer Volvo-7900-Hybridflotte zu verdanken. Jetzt freuen wir uns darauf, diesen Reduzierungseffekt durch die neuen Plug-in-Hybridbusse noch weiter zu steigern.“

Plug-in-Pilotprojekt Luxemburg

Am 18. Oktober 2013 hat Volvo Busse auf der Busworld in Kortrijk (Belgien) eine Absichtserklärung für ein Pilotprojekt zur Einrichtung eines nachhaltigen öffentlichen Verkehrssystems in Luxemburg unterzeichnet. Von links nach rechts: Wolfgang Schroeder, Geschäftsführer von Sales-Lentz; Christian Tock, Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Außenhandel und des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur im Großherzogtum Luxemburg; Alex Kies vom Verkehrsministerium in Luxemburg sowie Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation.

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„Die Volvo-Gruppe hat neben umfassendem technischem Know-how auch eine weitreichende Erfahrung bei der Entwicklung effizienter, sicherer und umweltverträglicher Stadtverkehrssysteme. Ein Durchbruch der Elektrofahrzeuge würde völlig neue Perspektiven für Stadt- und Verkehrsplaner schaffen. Dazu können und wollen wir einen Beitrag leisten“, so Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation.

Volvo Busse ist Weltmarktführer im Hybridbus-Segment. Das Unternehmen hat inzwischen nahezu 1200 Hybridbusse in 21 Ländern rund um den Globus verkauft. Die Plug-in-Hybridbusse basieren auf dem Erfolgsmodell von Volvo Busse, dem Hybridbus Volvo 7900 H. Die Weiterentwicklung zum Plug-in-Hybridbus verfügt über Dachkollektoren. Damit kann nun die Aufladung direkt über das Stromnetz erfolgen.
Durch ihre höhere Batteriekapazität haben die Plug-in-Busse eine maximale Reichweite von bis zu zehn Kilometern - im rein elektrischen Betrieb, emissionsfrei und leise. Das Aufladen der Batterien an der Endhaltestelle dauert sechs bis zehn Minuten.

Sales-Lentz, eine der größten Verkehrsgesellschaften in Luxemburg, ist ein Pionier bei der Einführung alternativer Antriebstechnologien. Das Unternehmen sucht fortwährend nach neuen Möglichkeiten zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen und ist führend bei der Umsetzung neuartiger Abgasreinigungstechnologien. Sales-Lentz war das erste Unternehmen in Europa, das bereits im Jahr 2009 auf die Anschaffung von Volvo Hybridbussen gesetzt hat. Derzeit befinden sich 13 Volvo-Hybridbusse in der Sales-Lentz-Busflotte.

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