Hybridbus-Großauftrag für Volvo Bus Corporation in Südamerika: 200 Hybridbusse für die kolumbianische Hauptstadt Bogotá

Ismaning/Göteborg, 16. August 2013

Der Durchbruch der Hybridtechnologie auf dem lateinamerikanischen Linienbusmarkt ist jetzt der Volvo Bus Corporation (VBC) gelungen: 200 Hybridbusse auf Basis des Busfahrgestells Volvo B215RH haben die ÖPNV-Systembetreiber der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá jetzt von der südamerikanischen VBC-Tochtergesellschaft Volvo Bus Latin America erworben.
Die neuen 12-m-Hochbodenfahrzeuge sollen in der kolumbianischen Millionenmetropole als Zubringerbusse zum BRT (Bus Rapid Transit)-Schnellbussystem TransMilenio eingesetzt
werden. Die Fahrgestelle für die neuen Hybridbusse werden im brasilianischen VBCWerk in Curitiba gefertigt. Die Endmontage – identischer Aufbau sowie Innenausbau „Urbanuss Pluss“ – erfolgt bei den lokalen Karosseriespezialisten Busscar de Colombia S.A.S. und der kolumbianischen Marcopolo-Tochter Superpolo S.A. Federführender Vertragspartner für diesen Auftrag ist Volvo Bus Latin America. Die Auslieferung der 200 Hybridbusse soll im Dezember 2013 und Januar 2014 erfolgen.

Bei den Käufern handelt es sich um die beiden kolumbianischen Busunternehmen Consorcio Express S.A.S. und Gmóvil S.A.S. 156 Fahrzeuge aus dem Gesamtkontingent gehen an Consorcio Express, 44 Hybridbusse erhält Gmóvil. In Ergänzung zur Lieferung der 200 Omnibuschassis umfasst der Auftrag auch den Abschluss eines Batterievertrags mit 12 Jahren Laufzeit sowie eines Service- und Wartungsvertrags mit fünfjähriger Laufzeit.

„Diese Beschaffungsmaßnahme markiert für Bogotá definitiv den Eintritt in das Zeitalter der Elektromobilität. Dies ist für die Stadt ein bedeutender und weitreichender Schritt nach vorn auf dem Weg zur Entwicklung eines nachhaltig ausgestalteten Öffentlichen Personennahverkehrssystems auf Linienbus-Basis, das sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch in puncto Umweltschutz tragfähig ist“, betont Luis Carlos Pimenta, Präsident von Volvo Bus Latin America.

„Volvo-Hybridbusse sind die beste Lösung, die auf dem internationalen Omnibusmarkt verfügbar ist. Mit dem Abschluss dieses Kaufvertrags festigt Volvo seine führende Position auf dem Gebiet der Elektromobilität und baut sie nicht nur in Europa, sondern auch in Lateinamerika weiter aus. Wieder einmal setzen wir uns über bestehende Paradigmen hinweg und bieten eine neue Personentransportlösung an. Für uns stellt dieser Auftrag den Durchbruch in Südamerika dar – er ist für uns ein exzellenter ‚Wegbereiter‘, dem mit Sicherheit weitere Aufträge folgen werden“, davon ist Luis Carlos Pimenta überzeugt.

Die Hybridbusse werden ab Dezember 2013 den Betrieb in Bogotá aufnehmen. Mit ihnen wird zugleich das integrierte ÖPNV-Linienbusnetz der Stadt ausgebaut und erweitert. Die
Streckenführung beschränkt sich dabei jedoch nicht allein auf die TransMilenio-Fahrspuren, die Hauptverkehrsrouten des ÖPNV. Die Busse nutzen als sogenannte „Feeder“ (Zubringerbusse) auch das reguläre Straßennetz der Stadt, in dem es zurzeit keine separaten, dem Busverkehr vorbehaltenen Fahrspuren gibt. Außerhalb des TransMilenio-Netzes gelangen bis zu 90 Fahrgäste auf der Beifahrerseite über Einstiegsstufen ins Innere der Hochbodenbusse. An den Haltestellen des TransMilenio-Netzes erfolgen Ein- und Ausstieg auf der Fahrerseite stufenlos und bequem über bodenebene Einstiegstüren auf Haltestellenniveau.

Die Stadt Bogotá arbeitet mit Hochdruck an der Einrichtung eines ÖPNV-Systems, das auf sauberen Energieträgern basiert. Diese bilden wiederum die nachhaltige Grundlage einer neuen emissionsarmen Qualität von Hybrid- und Elektrofahrzeugverkehren in der kolumbianischen Metropole.

Service-Komplettpaket: Fahrzeugwartung inklusive

Mit Beginn der Hybridbus-Produktion in Curitiba im Juni 2012 hat VBC zugleich ein neues Geschäftsmodell eingeführt. Vertriebsseitig ist beim Kauf eines Hybridbusses bereits ein Servicepaket enthalten. Dieses Service-Komplettpaket gewährt den Busunternehmern maximale Betriebssicherheit und Kostenkontrolle. Es umfasst die gesamten Wartungsumfänge für die Hybridbus-Fahrgestelle und reicht vom Filter- und Ölwechsel bis hin zur Durchführung von Reparaturen. „Für die neuen Hybridbusse haben wir ein identisches Full-Service-Paket wie für die rein dieselbetriebenen Fahrzeuge geschnürt. Der Busunternehmer profitiert von zeitnaher Instandsetzung und hoher Verfügbarkeit seiner Fahrzeugchassis zu fixen Kosten pro Kilometer”, erklärt Euclides Castro, Urban Bus Manager der Volvo Bus Latin America.

Volvo-Hybridbus-Fahrgestell-B21 200 Volvo-Hybridbusse fahren ab Dezember 2013 in der kolumbianischen Metropole Bogotá. Das Volvo-Hybridbusfahrgestell B215RH (Foto) aus der Fertigung im brasilianischen Volvo-Werk in Curitiba wird von Busscar de Colombia und Superpolo komplettiert.

Fotodownload:
Volvo-Hybridbus-Fahrgestell-B215RH  (680 KB)

Batterievertrag:

Betriebs- und Kalkulationssicherheit für den Betreiber Darüber hinaus schließt das Unternehmen für die Hybridbusse einen speziellen Batterievertrag mit den Betreibern ab. Darin sind alle Leistungen rund um die Batterie zu fixen Monatsraten enthalten. Dies reduziert das Risiko für den Betreiber auf ein absolutes Minimum: Ob Reparatur oder Austausch, er kann dadurch während der gesamten Betriebszeit seines Fahrzeugs mit festen monatlichen Kosten kalkulieren.

Umweltfreundlich:

 weniger Kraftstoff, weniger Emissionen Der Kraftstoffverbrauch liegt bei Volvo-Hybridbussen um bis zu 39 Prozent unter dem Verbrauch von vergleichbaren Dieselbussen. Um den identischen Prozentsatz sinkt zugleich die Kohlendioxid-Belastung. Darüber hinaus werden die Schadstoffemissionen bei Rußpartikeln und Stickoxiden (NOX) um insgesamt bis zu 50 Prozent reduziert.

Vom Stillstand bis zum Erreichen einer Geschwindigkeit von 15 km/h bis 20 km/h sind die Volvo-Hybridbusse im rein elektrischen Fahrbetrieb unterwegs – leise und zugleich völlig emissionsfrei. Erst bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der kleine Vierzylinder-Dieselmotor automatisch dazu. Die beim Bremsen gewonnene Energie wird in den an Bord mitgeführten Batterien gespeichert. Sie wird zum Antrieb von Elektromotor, Zusatzaggregaten und Nebenverbrauchern eingesetzt.

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