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Volvo Bus Corporation hilft Reisebusunternehmen mit neuen Initiativen

Reisebusunternehmen stehen erneut vor dem Beginn einer Saison mit geringen Fahrgastzahlen und nach wie vor bestehenden Reisebeschränkungen. „Schnelle und effektive Lösungen, die an die aktuellen Marktbedingungen angepasst sind, sind daher unerlässlich, um unseren Kunden beim Neustart ihres Geschäfts zu helfen“, sagt Karl Johansson, Business Development Director von Coach Europe bei der Volvo Bus Corporation.
Karl Johansson geht in einem Volvo-Reisebus den Gang entlang
Die Volvo Bus Corporation bietet ihren Kunden in diesen schwierigen Zeiten diverse Initiativen an, darunter flexible Finanzierungsmöglichkeiten und zwei neue Serviceverträge. Karl Johansson, Business Development Director von Coach Europe bei der Volvo Bus Corporation weiß mehr darüber.

Wie ist die aktuelle Lage auf dem Reisebusmarkt?

„Reisebusunternehmen haben es zurzeit wirklich schwer. Tatsächlich kämpfen viele unserer Kunden ums Überleben. Der Tourismussektor ist besonders stark betroffen. Es herrscht praktisch Stillstand. Reisebusunternehmen versuchen auf kreative Weise, neue Geschäftschancen zu finden, aber sie sind natürlich auch sehr vorsichtig und möchten jedes weitere Risiko vermeiden. Linienbetreiber sind weniger betroffen, da sie in vielen Regionen einen wesentlichen Dienst für die Gesellschaft leisten. Allerdings wurden viele Buslinien eingestellt oder beschränkt. Es gibt weniger Fahrgäste und somit auch geringere Einnahmen für unsere Kunden.

„Für viele Unternehmen beginnt in Kürze die Saison. Normalerweise läuft sie in Europa ab April, aber wie schon 2020 wird das auch in diesem Jahr nicht der Fall sein. Wir hoffen, dass sich die Bedingungen im Hochsommer verbessern werden, rechnen aber weiterhin mit erheblichen Einschränkungen. So sieht die Lage im Jahr 2021 leider aus.“  

Wir pflegen enge Beziehungen zu unseren Kunden und haben in diesen unsicheren Zeiten ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse.

Wie reagiert die Volvo Bus Corporation auf die für ihre Kunden schwierige Marktsituation?

„Natürlich pflegen wir enge Beziehungen zu unseren Kunden und haben in diesen unsicheren Zeiten ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse. Im ersten Schritt hat die Volvo Bus Corporation im Rahmen des Clean & Care-Programms für sicherere Reisebusse gesorgt. Dazu gehören die Möglichkeit einer kontinuierlichen Desinfektion der Luft und aller Oberflächen im Fahrzeug, aber auch Trennwände zum Schutz des Fahrers, hocheffiziente aktive Filter und Desinfektionsmittelspender an Bord. Das Programm richtet sich nicht nur an den Busbesitzer und unterstützt dessen Geschäft, sondern trägt auch zur Sicherheit der Mitarbeiter und natürlich der Fahrgäste bei. Es wurde von Kunden, die sich für die Verwendung entschieden haben, gut aufgenommen.

Wir wissen, dass es zwei wesentliche Hindernisse für die Wiederaufnahme des Busbetriebs gibt, nämlich begrenzten Cashflow und Unsicherheit auf dem Markt. Darum haben wir uns mit Volvo Financial Services zusammengesetzt und mit Flexible Financing eine Reihe cleverer Miet- und Kauflösungen entwickelt.

„Wir wissen auch, dass es zwei wesentliche Hindernisse für die Wiederaufnahme des Busbetriebs gibt, nämlich begrenzten Cashflow und Unsicherheit auf dem Markt. Darum haben wir uns mit Volvo Financial Services zusammengesetzt und mit Flexible Financing eine Reihe cleverer Miet- und Kauflösungen entwickelt. Sie zeichnen sich zum Beispiel durch geringere Anfangsinvestitionen, eine kürzere Bindungsdauer, attraktive Übernahmeoptionen und Möglichkeiten zur Anpassung der Vereinbarungen im Laufe der Zeit aus. Wir haben darauf geachtet, dass unsere Kunden es damit bei der Wiederaufnahme ihres Betriebs leichter haben.“

Können Sie erklären, wie die flexiblen Finanzierungsoptionen funktionieren?

„Es gibt vier unterschiedliche Optionen, mit denen wir die aktuelle Situation angehen. Nummer eins ist die kurzfristige Miete. Unternehmen mieten Reisebusse für einen Zeitraum von drei bis zwölf Monaten. Bei einem Kauf am Ende der Laufzeit rechnen wir einen Großteil der gezahlten Miete an. Auf diese Weise lässt sich der Markt ohne großes Risiko testen. Nummer zwei ist eine Lösung, bei der pro Kilometer gezahlt wird. Die Laufzeit dafür beträgt mindestens zwei Jahre. Das Paket enthält eine Mindestlaufleistung. Wenn diese überschritten ist, fällt für jeden weiteren Kilometer ein fixer Betrag an. Nummer drei ist das saisonale Leasing, bei dem die Zahlungen an saisonale Schwankungen angepasst sind. Und Nummer vier greift beim Kauf eines Reisebusses. Unternehmen können die Tilgung jetzt in den ersten drei Monaten aufschieben. Für diesen Zeitraum trägt die Volvo Bus Corporation die Zinskosten. Wir bieten Neu- und Bestandskunden in ausgewählten Märkten in ganz Europa Flexible Financing für Lagerfahrzeuge an. Die Angebote sind ab sofort bis auf absehbare Zeit oder bis zu einer dramatischen Verbesserung der Marktbedingungen verfügbar. Wir werden die vier Optionen dann natürlich auf den Prüfstand stellen. Wenn eine der Lösungen unserer Meinung nach besonders gut funktioniert, werden wir sie vermutlich weiterhin anbieten.“

Können wir andere Initiativen erwarten, wenn Reisebusunternehmen den Betrieb wieder aufnehmen?

„Ja. Wir werden auf jeden Fall zwei neue Serviceverträge anbieten, mit denen unsere Kunden mit einem Gefühl der Sicherheit den normalen Betrieb wieder aufnehmen können. Dazu gehört mit Flexigold ein flexibler Vertrag auf Nutzungsbasis. Er bietet alles Verfügbarkeitsvorteile des Vertrags Gold von Volvo, berücksichtigt aber die saisonalen Nachfrageschwankungen im Reisebusgeschäft. Dazu wird die Laufleistung des Fahrzeugs in Echtzeit erfasst. Gegenüber der vertraglichen Laufleistung sind Abweichungen von plus/minus 20 Prozent pro Jahr zulässig. Einfach ausgedrückt: Wer weniger fährt, zahlt auch weniger. Wir möchten damit dem saisonalen Charakter im Bussektor Rechnung tragen. Außerdem wird es eine erweiterte Variante des Gold-Vertrags geben. Sie kombiniert den Servicevertrag Gold mit einem erweiterten Pannendienst und deckt zusätzliche Kosten im Falle eines Ausfalls ab, z. B. einen Ersatzbus zum Fortsetzen der Reise oder eine Hotelunterkunft für Fahrgäste bis zu einem Betrag von 5.000 Euro.“

Was hält die Zukunft für eine Branche bereit, die von der Pandemie schwer betroffen ist?

„Auch wir verfügen nicht über eine Kristallkugel. Es ist jedoch anzunehmen, dass 2021 ein weiteres schwieriges Jahr für die Branche wird. Der erhoffte Neustart wird gewiss verhaltener – also mit weniger Fahrgästen als üblich – ausfallen und vermutlich auch erst gegen Ende der Hochsaison eintreten. Wir müssen diesen Sturm gemeinsam überstehen und hoffen, dass die neuen Initiativen dazu beitragen, unsere Kunden in ungewissen Zeiten wie diesen unterstützen. Es verheißt Hoffnung, dass viele Verbraucher sich danach sehnen, wieder zu reisen. Wir freuen uns sehr auf eine Reisebusbranche, die modernisiert an Fahrt aufnimmt.“

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